Zur Sanierung des Bahnhofgebäudes und zur Einrichtung eines Inklusionsbetriebes wurde die Bahnhof Deisenhofen gGmbH gegründet. Gesellschafter sind zu 51 Prozent die Karl Hopfner Stiftung sowie zu 49 Prozent die Gemeinde Oberhaching. Der denkmalgeschützte Bahnhof ist schon seit vielen Jahren im Eigentum der Gemeinde. Diese gab das Bahnhofsgrundstück im Erbbaurecht an die neu gegründete gGmbh, wodurch diese Eigentümer am Bahnhofsgebäude wurde.
Nach Abschluss der umfangreichen Baumaßnahmen wird die gGmbH den Bahnhof an den speziell für diesen Zweck gegründeten Integrationsbetrieb „3sine gGmbh “ von Katharina Inselkammer verpachten, die bereits mit der „kunst-Werk-küche“ bewiesen hat, wie es funktionieren kann. Entsprechende Verträge wurden unterzeichnet.
Menschen mit und ohne Behinderung werden zusammenarbeiten, lernen und leben. Dreißig neue, dauerhafte Arbeitsplätze werden geschaffen. Mindestens 50 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon sind geistig oder seelisch schwerbehindert. Ziel ist es, sie dabei zu unterstützen, sich selbst zu verwirklichen, um ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können, sie für das Berufsleben zu qualifizieren.
Neben dem ansprechenden Ambiente der neuen Räumlichkeiten mit all den Möglichkeiten für Feiern und Tagungen wird den Gästen ein abwechslungsreiches und wechselndes Angebot an regionalen und saisonalen Qualitätsprodukten geboten. Die Öffnungszeiten für Gaststätte, Biergarten und Kiosk werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Die neue Gaststätte soll ein Treffpunkt für Alle werden. Inklusion kann jedoch nur gelingen, wenn viele Menschen mitmachen. In einer inklusiven Welt sind Menschen offen für andere Ideen, haben Verständnis füreinander. Rund 6.500 Menschen nutzen den Bahnhof Deisenhofen täglich zum Ein-, Aus- und Umsteigen. Gemeinsam mit den Besuchern aus Oberhaching und Umgebung sind wir sicher, dass das neue Konzept gelingt.